Gestern sagte meine Roswitha, “wir müssen nun endlich mal mit dem Fabbro zum Meer nach Holland, damit er schön im Sand am Wasser laufen kann, das habe ich schließlich mit allen meinen Boxern gemacht”. Nun ja, Roswitha hat immer super Ideen und so war ich schon ganz gespannt auf den nächsten Tag und habe vor Aufregung nicht gefrühstückt. Um 7 Uhr 30 ging es endlich los, sie hatten Sachen ins Auto gepackt auch gegrilltes Fleisch vom Abend vorher, was ich seeehr gerne gehabt hätte. Dann sind wir erst einmal gefahren, und gefahren, und gefahren, aber das war nicht schlimm, denn ich war noch müde vom Vortag. Als wir dann gehalten haben, roch die Luft so salzig und es war knalle heiß. Rechts und links vom Parkplatz standen Millionen Fahrräder und Autos, meine Menschen waren ganz schockiert und dachten sie wären nicht in Katwijk, wo es immer so beschaulich war.
Hallo Leute, ich muß euch mitteilen, ich platze fast vor Stolz. Nicht nur, daß ich die Herzuntersuchung in dieser dunklen Kammer bei Dr. Kresken mit 0 bestanden habe, nein, jetzt hat meine Mama “Aylin vom Buldergeist” durch ihre Leistung am Wochenende fast das Herz zum Überlaufen gebracht. Und das kam so: Jedes Jahr am Pfingstfest wird die Deutsche Jugend- und Juniorenmeisterschaft in VPG 1 durchgeführt. Dieses Jahr in Münster. Kristin Raupach hat sich mit meiner Mama angemeldet, obwohl Mama schon im 9. Jahr ist. Anke war erst etwas skeptisch, aber nachdem die beiden, betreut von Mareike Hollmann, ein paar Mal geübt haben, war die Teilnahme in trockenen Tüchern.
Mein Bruder Folker, der in Italien lebt (Bologna) und ich (Gelsenkirchen) wußten, daß unser Papa “Baron vom Königsbusch” an der Weltmeisterschaft IPO 3 für Boxer (ATIBOX in Österreich) teilnimmt. Wir ließen es uns nicht nehmen, ihm in Wieselburg persönlich die (Daumen) Pfoten zu drücken. Das Wiedersehen nach einem Jahr mit meinem Bruder aus Italien war wunderschön. Wir umarmten und küßten uns wie es in Italien üblich ist. Unsere Schwester Finya war auch da, aber sie war vielleicht verhindert, denn im Stadion haben wir sie nicht gesehen. Unser gemeinsames Pfotendrücken war erfolgreich! Deutschland wurde TeamWeltmeister!!! Alexander Paul mit “Veith von Altemburg” aus Deutschland Einzelweltmeister und Kevin Steuer, Deutschland, mit “Gandhi vom dunklen Crystall” 3. in der Einzelwertung.
Am Freitag, das war der 25. März 2011, hatte mir Roswitha immer erzählt, „Morgen Fabbro, ist dein Ehrentag, morgen hast du Geburtstag, das wird ganz schön für dich“. Ja, was sollte ich damit anfangen? Geburtstag, was ist das? Naja, aber ich vertraue immer der Roswitha, das wird schon etwas sein. Also bin ich morgens zu meinem eigenen Erstaunen von alleine wach geworden. Roswitha war noch im Bad, da habe ich mir die ersten Geburtstagsschmatzer abgeholt. Sie hat gequietscht und immer gerufen: „Mein Jähriger, mein Jähriger“. Aha, das war also schon mal schön. Dann sind wir voller Tatendrang nach draußen. Die Sonne kam so eben aus dem Himmelstor und ich habe vor Freude gehört, daß meine Freunde, die Vögel, mich auch schon ganz aufgeregt begrüßt haben. Ich bekam, weil ich so gut drauf war, auch schon unterwegs viel Abwechslung mit tollen Leckerchen, und dann zu Hause zum Frühstück gekutterten Euter mit Haferflocken!!!
Am 12.02.2011 fand die diesjährige Internationale Rassehundausstellung in Rheinberg statt. Meine Roswitha hatte mich dort angemeldet und so machten wir uns am Samstag auf den Weg. Ich wollte ja eigentlich nicht so recht, da ich mir zwei Wochen vorher zwei Wirbel verstaucht hatte, beim Zusammenprall mit einem Kraftprotz Namens „Rambo“. Die Wirbel wurden wieder eingerenkt und ich sollte mich eigentlich ruhig verhalten. Darauf habe ich aber nichts gegeben und habe meine normalen Sachen wie Spielen, Zerren und Herumspringen weitergemacht. Aber ab und zu mußte ich ein bißchen schonen und Roswitha meinte, für die Ausstellung ginge es schon. Ich muß sagen, die Bedingungen waren alle nicht gut, nicht nur für mich, für alle Aussteller. Es war eine Schlammschlacht vom Parkplatz zur Halle zu kommen und dann eine weitere Katastrophe durch aufgeweichte Zugänge zum Ring in einem großen Zelt.


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